Unsere Agenda: Zusammenarbeit und Transfer
2025 war ein Jahr des politischen Wandels. Bundestagswahl und Regierungsbildung haben neue Rahmenbedingungen geschaffen – auch für die deutsche Förderlandschaft.
Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität stehen im Zentrum der Hightech Agenda Deutschland, zu der wir einen zentralen Beitrag leisten: So begleiten wir Forschungs- und Innovationsvorhaben in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien und Mikroelektronik. In der europäischen und internationalen Zusammenarbeit tragen wir mit Analysen und maßgeschneiderten Förderkonzepten den großen globalen Herausforderungen Rechnung. Zugleich fördern wir in zahlreichen Aufträgen gezielt den Wissens- und Technologietransfer, damit Forschungsergebnisse schneller in Wirtschaft und Gesellschaft wirken und den Standort Deutschland nachhaltig modernisieren.
Die von uns betreuten Technologie- und Mittelstandsprogramme sind konsequent auf Verwertung ausgerichtet. Ein Beispiel ist die Industrielle Gemeinschaftsforschung, die seit Jahrzehnten eine Brücke zwischen Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft schlägt. Sie ermöglicht Unternehmen, neue Technologien frühzeitig zu erproben, Risiken zu reduzieren und Innovationskompetenzen aufzubauen. Auch mit dem Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren beschleunigen wir den Transfer zwischen Forschung und Praxis und stärken insbesondere kleine und mittlere Unternehmen.
In technologiepolitisch zentralen Feldern setzen wir gezielte Impulse: Programme wie der GreenTech-Innovationswettbewerb fördern nachhaltige, zirkuläre Geschäftsmodelle, während der KI-Innovationswettbewerb die Entwicklung und Anwendung generativer KI im Mittelstand vorantreibt. Gleichzeitig gestalten wir neue Themen aktiv mit – etwa beim Aufbau digitaler Ökosysteme für die Integration autonomer Mobilität.
Neben technologischen Fortschritten behalten wir auch ökologische und gesellschaftliche Dimensionen im Blick. Denn die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Klima-, Natur- und Umweltschutz leisten wichtige Beiträge zur Resilienz unserer Gesellschaft und zur Akzeptanz neuer Technologien. Ein Beispiel ist das nationale Artenhilfsprogramm zur Flankierung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Auch die Sicherheits- und Verteidigungsforschung sowie die Gesundheitsforschung stehen auf der Agenda des DLR Projektträgers.
Und natürlich: die Bildung. Über alle Bildungsbereiche und -themen hinweg verfolgen wir einen Ansatz der datenbasierten Programmsteuerung, der hohe Transparenz gewährleistet, eine zentrale Basis für die Zusammenarbeit auf Bundes- und Länderebene bietet und den Transfer fördert. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Lösungen managen wir komplexe Investitionsprogramme wie den DigitalPakt Schule und das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Auf internationaler Ebene haben wir gezeigt, wie sich die Zusammenarbeit in Forschung, Technologie und Innovation auch in schwierigen geopolitischen Zeiten stärken lässt. Beste Beispiele dafür sind unsere Beiträge zum Deutsch-Kanadischen Eureka-Vorsitz 2025 und zur Neuausrichtung der transatlantischen Forschungskooperation.
Mit dem Wissenschaftsjahr zur „Medizin der Zukunft“ stärken wir auch 2026 den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und tragen an vielen weiteren Stellen dazu bei, Innovationspotenziale zu erschließen und den Standort Deutschland nachhaltig zu stärken. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei, Förderprozesse weiter zu vereinfachen und Freiräume für Innovation zu schaffen.
In diesem Zuge haben wir 2025 auch den DLR Projektträger selbst neu organisiert, um das Potenzial unserer zentralen Einheiten und Fachbereiche stärker auf unsere effizienten, vielseitigen und digitalen Dienstleistungen auszurichten: Seit Juli sind wir, die Geschäftsleitung, für alle unternehmerischen Entscheidungen verantwortlich und steuern den Transfer über die Breite unserer Wissenschaftsfelder hinweg. Ein koordinierendes Leitungsbüro sowie ein neuer Beirat stärken die Zusammenarbeit im DLR e.V. und außerhalb.
Ihnen, unseren Partnern und Auftraggebern, danken wir für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, auf das dieser Geschäftsbericht einige Schlaglichter wirft. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen auch 2026 und darüber hinaus die Zukunft zu gestalten.
Ihre Geschäftsleitung des DLR Projektträgers
Klaus Uckel: Vorsitzender der Geschäftsleitung Dr. Astrid Fischer: Geschäftsleiterin Bildung, Gender Dr. Andre Schlochtermeier: Geschäftsleiter Europäische und internationale Zusammenarbeit Dr. Jens-Jörg Schnorr: Geschäftsleiter Gesundheit Dr. Jörn Sonnenburg: Administrativer Geschäftsleiter, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung Dr. Maria Tsavachidis: Geschäftsleiterin Umwelt und Nachhaltigkeit Martin Wegner: Geschäftsleiter Gesellschaft, Innovation, Technologie
Innovation ist unsere Mission. Interdisziplinär vernetzt, bringen wir unsere Expertise in nachhaltige technologische Entwicklungen ein – für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.
Autonomes Fahren gilt als Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft. Während andernorts bereits Robotaxis Fahrgäste ohne Fahrer an ihr Ziel bringen, sind in Deutschland bislang nur wenige autonome Shuttles unterwegs. Der DLR Projektträger unterstützt autonomes Fahren, indem er datenbasierte Mobilitätslösungen fördert und seine Expertise in Bereichen wie KI, Verkehrsinfrastruktur und bidirektionales Laden einbringt.
Wir erschließen Wege für ein leistungsfähiges, breit akzeptiertes Bildungssystem – von der frühen Bildung über alle Etappen des lebenslangen Lernens. Immer im Blick: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Bildungsgerechtigkeit, Integration, Inklusion, Gleichstellung und Vielfalt.
Der DLR Projektträger entwickelt passgenaue Technologien und Strategien für hochwertige Datenerfassung sowie -analysen und treibt damit die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung voran. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, innovative Lösungen und einen ganzheitlichen Ansatz gelingt es uns, komplexe Investitionsprogramme wie den DigitalPakt Schule und das Startchancen-Programm des BMBFSFJ effizient zu managen.
Wir adressieren die großen globalen Herausforderungen: Klima- und Naturschutz, Biodiversität sowie nachhaltiges Stadt-, Land- und Wirtschaftsmanagement.
Es sind die zentralen Säulen der deutschen Naturschutzpolitik: der Schutz der biologischen Vielfalt und die Bewahrung funktionsfähiger Ökosysteme. Die Bundesregierung hat mehrere Förderprogramme dafür auf den Weg gebracht – der DLR Projektträger ist an entscheidenden Stellen beteiligt.
Mit interdisziplinärer Fachkenntnis tragen wir zum Erfolg der medizinischen Forschung und zu Fortschritten in der Gesundheitsversorgung bei. Denn die Zukunft beginnt heute – mit starker Forschung für die Medizin von morgen.
Wissenschaftlich tätig sein und zugleich in der Klinik arbeiten? Um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Wissenschaft zu stärken und die Patientenversorgung zukunftsfähig zu gestalten, braucht es genau das: Medizinerinnen und Mediziner, die beides tun. Der DLR Projektträger trägt dazu bei, neue Karrierewege für forschende Fachärztinnen und Fachärzte zu schaffen.
Kein Land kann globale Herausforderungen allein bewältigen. Deshalb erschließen wir die Potenziale internationaler Kooperation in Forschung, Bildung und Innovation.
Polarisierung, Protektionismus, Nationalismus – die geopolitische Lage bleibt angespannt und unsicher. Umso eindrucksvoller hat der gemeinsame Eureka-Vorsitz 2024/25 von Deutschland und Kanada gezeigt, wie sich selbst in schwierigen Zeiten internationale Zusammenarbeit in Forschung, Technologie und Innovation stärken lässt. Ein besonderer Erfolg: eine globale Initiative für die Wertschöpfung der Zukunft, an der sich 17 Länder beteiligen. Im Auftrag des BMFTR hat der DLR Projektträger den Vorsitz maßgeblich mitgestaltet.
Laden Sie sich hier den gesamten Geschäftsbericht 2025 des DLR Projektträgers als PDF-Datei herunter: